geldsystem und wirtschaft

geldsystem

geld regiert die welt.

dabei war die ursprüngliche funktion des geldes sehr nützlich für das gesellschaftliche zusammenleben.
die letzten jahre zeigen aber, wohin wir es nun gebracht haben u.a. durch den zinseszins ...

 

 

"Kapital", sagt der 'Quarterly Reviewer', "flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit.
Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere.
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden;
20 Prozent, es wird lebhaft;
50 Prozent, positiv waghalsig;
für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß;
300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.
Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel."
(T.J.Dunning, zitiert durch Marx: Das Kapital I, in MEW 23, Berlin 1966, S. 788)

 

zitate

"eigentlich ist es gut, dass die menschen der nation unser banken- und währungssystem nicht verstehen. würden sie es nämlich, so hätten wir eine revolution vor morgen früh."
henry ford

"gebt mir die kontrolle über die währung einer nation, und es ist mir gleichgültig, wer die gesetze macht!"
amschel meyer rothschild

"es gibt zwei möglichkeiten eine gesellschaft zu besiegen und zu versklaven: mit dem
schwert oder mit verschuldung."
john adams

"niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein."
j. w. goethe



wie "reimt" sich das geschehen
um die bankenkrise?

wenn die börsenkurse fallen,
regt sich kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
ihr rezept heißt leerverkauf.

keck verhökern diese knaben
dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den absturz los,
den sie brauchen - echt famos!

leichter noch bei solchen taten
tun sie sich mit derivaten:
wenn papier den wert frisiert,
wird die wirkung potenziert.

wenn in folge banken krachen,
haben sparer nichts zu lachen,
und die hypothek aufs haus
heißt, bewohner müssen raus.

trifft's hingegen große banken,
kommt die ganze welt ins wanken -
auch die spekulantenbrut
zittert jetzt um hab und gut!

soll man das system gefährden?
da muß eingeschritten werden:
der gewinn, der bleibt privat,
die verluste kauft der staat.

dazu braucht der staat kredite,
und das bringt erneut profite,
hat man doch in jenem land
die regierung in der hand.

für die zechen dieser frechen
hat der kleine mann zu blechen
und - das ist das feine ja -
nicht nur in amerika!

und wenn kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der reigen -
ist halt umverteilung pur,
stets in eine richtung nur.

aber sollten sich die massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der ausweg längst bedacht:
dann wird bisschen krieg gemacht.

richard kerschhofer 2008
quelle: "die presse"


"milliardär werden kann eigentlich gar nicht so schwierig sein:
1982 waren es weltweit ganze 13 menschen -
1990 waren es schon 99 -
1996 hatten wir bereits 423 -
2005 waren es dann schon 691 -
und in 2006 wuchs die zahl auf 793 milliardäre...
nur die anzahl der menschen, die unterhalb der armutsgrenze leben müssen, wächst noch schneller. "
willy meurer (*1934)

die zahl der dollar-milliardäre hat sich in china in nur zwei jahren auf 271 verdoppelt
Kleine Zeitung, 08.09.2011